Willkommen auf der Internetseite der Initiative Moorburgtrasse-stoppen.
Die Verhinderung der von Vattenfall geplanten Fernwärmeleitung vom KoKW Moorburg bis nach HH Altona (die sog. Moorburgtrasse) ist das ursprüngliche Anliegen unserer Initiative gewesen. Diese konnte von einem entschlossenen Bündnis verhindert werden. Ein gleichberechtigtes Anliegen unserer Initiative ist es nun, die Fertigstellung und die Inbetriebnahme des im Bau befindlichen Kohlekraftwerks in Moorburg zu verhindern.
Wir engagieren uns außerdem für eine sozial gerechte, dezentrale und regenerative Energieerzeugung in Hamburg (und weltweit). Wir freuen uns über MitstreiterInnen, Deinen Kommentar auf unserer Seite und auch über Spenden, um unsere bisherige erfolgreiche Kommunikations- und Aktionsarbeit fortsetzen zu können.
Initiative Moorburgtrasse-stoppen

Sonntag, 26. Juni 2011

Über 116.000 Hamburgerinnen und Hamburger unterschreiben für eine vollständige Rekommunalisierung der Hamburger Energienetze. Und für:....



eine verbindlich sozial gerechte ,klimaverträgliche und demokratisch kontrollierte Energieversorgung aus erneuerbaren Energien in Hamburg“
Damit hat sich das Volksbegehren „unser Hamburg – unser Netz“ eindrucksvoll durchgesetzt. Und das auch trotz einer massiven Gegenkampagne – gerade in den letzten Wochen.
Wie geht es weiter mit dem Volksbegehren?
Bürgermeister Scholz hatte sich vorher festgelegt: Unabhängig vom Ausgang des Volksbegehrens will er nur mit 25,1% bei den Energiekonzernen als Juniorpartner einsteigen – ohne echte Einflussmöglichkeit. Es ist zu erwarten, dass deswegen das Volksbegehren nicht von der Bürgerschaft übernommen wird, sondern es dann zum Volksentscheid kommt - mit der Bundestagswahl im September 2013.
Und was wird nun aus der Moorburgtrasse?
An keiner anderen Stelle steht für die Hamburger Energienetze bzw. – Versorgung aktuell eine derart epochale Weichenstellung an. Und die Projektierung widerspricht sehr deutlich den verbindlichen Zielen des Volksbegehrens. Eine Genehmigung oder gar ein Baubeginn der Moorburgtrasse würde das Volksbegehren deswegen an zentraler Stelle einfach ignorieren. Das wäre zwar undemokratisch und auch juristisch umstritten, ist gleichwohl aber eher wahrscheinlich.
Denn für Vattenfall geht es um den eigenen bzw. unseren Pelz!
Die AKWs Krümmel und Brunsbüttel bleiben wohl dauerhaft abgeschaltet, damit hat Vattenfall einen Großteil seiner Grundlastkraftwerke in der Region verloren.
Eine substanzielle Rekommunalisierung der Netze 2014 muss nun auch von Vattenfall als „sehr gut möglich“ angenommen werden. Damit würde Vattenfall ein weiteres wichtiges Standbein verlieren.
Das Kohlekraftwerk Moorburg
soll nunmehr bis zu 3 Mrd. € am Ende des Tages kosten und wäre ohne die über 40 Jahre sprudelnden Einnahmen aus der Fernwärmetrasse ökonomisch ein Fiasko. Außerdem wäre ohne die Fernwärmetrasse der Status „Grundversorger“ zusätzlich in Gefahr, mal ganz abgesehen von einer dann klaffenden Lücke in der Moorburg – Genehmigung.
Es wird sich weiter zuspitzen – das scheint sicher.
Vattenfall wird jetzt erst Recht alles tun, um die Moorburgtrasse durchziehen zu können. Dabei geht es neben den o.g. Gründen sicher auch um die Signalsetzung an alle HamburgerInnen:
Seht her...unsere wichtigen Projekte werden realisiert...egal, was da einige Umweltschützer oder Pfaffen maulen...Wir sind und bleiben Hamburgs Stadtwerk - hinter uns stehen Regierung, Handelskammer und auch unsere Betriebsräte mit ihren Gewerkschaften...wir haben die Macht!.
Moorburgtrasse-stoppen ist durch das Volksbegehren gestärkt
Durch das überragende Ergebnis für das Volksbegehren, aber auch dadurch, wie es zu Stande gekommen ist, nämlich durch den unentgeltlichen Einsatz von so vielen Menschen aus völlig unterschiedlichen Verbänden und Initiativen setzen wir jetzt erst Recht ein deutliches Zeichen
Vattenfall und Senat können sich warm anziehen.
Wir alle zusammen werden eine richtig harte Nuss.


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