Willkommen auf der Internetseite der Initiative Moorburgtrasse-stoppen.
Die Verhinderung der von Vattenfall geplanten Fernwärmeleitung vom KoKW Moorburg bis nach HH Altona (die sog. Moorburgtrasse) ist das ursprüngliche Anliegen unserer Initiative gewesen. Diese konnte von einem entschlossenen Bündnis verhindert werden. Ein gleichberechtigtes Anliegen unserer Initiative ist es nun, die Fertigstellung und die Inbetriebnahme des im Bau befindlichen Kohlekraftwerks in Moorburg zu verhindern.
Wir engagieren uns außerdem für eine sozial gerechte, dezentrale und regenerative Energieerzeugung in Hamburg (und weltweit). Wir freuen uns über MitstreiterInnen, Deinen Kommentar auf unserer Seite und auch über Spenden, um unsere bisherige erfolgreiche Kommunikations- und Aktionsarbeit fortsetzen zu können.
Initiative Moorburgtrasse-stoppen

Sonntag, 20. März 2011

SRU lehnt Bau neuer Kohlekraftwerke ab

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) gehört zu den ersten Institutionen wissenschaftlicher Politikberatung für die deutsche Umweltpolitik. Er wurde im Jahr 1971 von der Bundesregierung eingerichtet.

Der SRU hat ein Sondergutachten "Wege zur 100% erneuerbaren Stromversorgung" erstellt. Dieses ist wichtig und interessant vor dem Hintergrund der aktuellen Atomausstiegs-Diskussion und einer neuen drohenden Renaissance der Kohlekraft als neue "Brückentechnologie".

Die Kernaussage des SRU ist: 
Deutschland kann sich bis Mitte des Jahrhunderts zuverlässig und bezahlbar vollkommen mit regenerativ erzeugtem Strom versorgen. 

Entscheidend ist jedoch, daß laut SRU weder die Laufzeitverlängerung noch der Bau angeblich moderner Kohlekraftwerke in ein zukunftsgerichtes Energiekonzept paßt. Beides sei sogar schädlich, weil es die Akzeptanz für den Umbau der Stromversorgung schmälert, so der SRU. 

Weiter sagt der SRU:
Die wahre Brückentechnologie sei die Energieeffizienz – "weil sie kostengünstig ist und zeitliche Spielräume für den Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Netze schafft" (Zitat ZEIT online, die in einem Artikel über das Gutachten berichtet).

Also genau die Situation, die wir in Hamburg haben:
Mit dem KoKW Moorburg (und der Fernwärmetrasse) möchte Vattenfall die Abhängigkeit Hamburgs von der alten dreckigen Energieerzeugungsart Kohlekraft für weitere Jahrzehnte zementieren. Lassen wir das zu, wird niemand in den kommenden Jahren die Anstrengung übernehmen, das Strom- und Wärmenetz für eine dezentrale Einspeisung mit regenerativ erzeugtem Strom und Wärme umzubauen und das Thema Energieeinsparung voranzutreiben. Warum auch? Das Licht brennt, und kuschelig warm ist es auch. Während anderswo auf der Welt die Hütte brennt und der Meeresspiegel steigt ...
Da machen wir nicht mit, und wir hoffen, auch Du nicht. 
Deshalb sind wir aktiv, und deshalb wollen wir Vattenfall auch per Volksbegehren das Strom- und Wärmenetz wegnehmen. Damit wir Hamburger selber den Umbau der Energieversorgung in die Hand nehmen können. 

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